Rückblick Theaterabende 2019

Stück: Residenz Schloss & Riegel

von Winnie Abel
Eine Komödie im Gefängnis in 3 Akten

In der vergangenen Spielsaison wagten wir uns dort hin, wo keiner hinkommen will. Nämlich in den Knast. Kann man dort als Spielort überhaupt eine Komödie inszenieren? Schwer vorstellbar, aber es geht -und wie. Das Stück „Residenz Schloss & Riegel“ nahm die Zuschauer in Lach-Haft und ließ sie ein unvergessliches Abenteuer hinter Gittern erleben, von der „Einlieferung bis zur Entlassung“. 

Durch die Verkettung unglücklicher Umstände, sind die Rentner Irmgard und Hermann nicht in ihrer neuen Seniorenresidenz gelandet, sondern im Knast. Dabei handelt es sich nur um ein dummes Missverständnis. Die Häftlinge Kalle und Jaqueline wittern die Chance, um zu zeigen, dass sie sich gebessert haben und hoffen, so auf Hafterleichterungen. Um die beiden älteren Herrschaften nicht zu beunruhigen, bestärken sie die beiden in dem Glauben, sich in einer Seniorenresidenz zu befinden – und ein absurdes Verwechslungsspiel nimmt seinen Lauf. Doch als die beiden Rentner immer häufiger auf andere zum Teil grobschlächtige Mithäftlinge und irritierte Justizvollzugsbeamte treffen, wird das Versteckspiel zum Spießrutenlauf, der in einem grandios komischen Chaos endet. 

Zum ersten Mal auf der Bühne standen als Sanitäter, Julia Preyl und Maximilian Moser. Sie haben sich hervorragend eingespielt und fühlten sich sehr wohl auf der Bühne und haben auch eigene Ideen mit einfließen lassen. –Gut gemacht– 

Ebenfalls zum ersten Mal übernahm Heiko Geiger die Verantwortung der Regie, da Walter Lang, beruflich bedingt, wenig Zeit dafür aufbringen konnte. Heiko hat sich intensiv mit dem Stück beschäftigt und seine Vorstellungen und Ideen und die der Akteure toll kombiniert und zu einer gelungenen Einheit zusammenfließen lassen.

Elif Stoll und Harald Köhler übernahmen dieses Jahr die weibliche und männliche Hauptrolle. Ihre charakterlich konträren Spielweisen ergänzten sich hervorragend und gaben dem Stück die Grundwürze. Gewöhnt souverän und leidenschaftlich spielten Susanne Moser, Anja Schmitz, Beate Weber und Paul Luboeinski. 

Corinna Leis hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit ihrem geforderten, harschen Umgangston. Doch als erfahrene, opferbereite Schauspielerin nahm sie die Hürde letztendlich problemlos und mit einem gewissen Gefallen daran. Ich von meiner Seite aus, habe es genossen, eine kleinere Rolle zu spielen.

Auch hinter der Bühne wurde wieder mit vollem Einsatz gearbeitet. So soufflierte Birgit Deubler auch an ihrem Geburtstag. Wir überreichten ihr einen Blumenstrauß und sangen ihr ein Geburtstagsständchen nach der Aufführung. 

Sabine Rathfelder mit ihrem Team verwandelte nicht nur die Bühne in ein Gefängnis, sondern die ganze Halle. Die Deko war knastmäßig ausgestattet und sogar im Eingangsbereich wurden die Zuschauer „gefilzt“. So hatten die Kartenkontrolleure mit dem manipulierten „Metalldetektor einen Heidenspaß. So manche Dame öffnete ungewollt aber bereitwillig ihre Handtasche… . 

Corinna Murawski und Elke Schäufele sorgten in der Maske dafür, dass die Akteure wie Knackies, Grufties oder JVA-Personal aussahen. 

Fritz und Johannes Reiner waren in der Technik für Licht und Ton zuständig. 

Mein Dank geht an alle Beteiligten die für den TGV im Einsatz waren und so zum Erfolg der Theaterabende beigetragen haben. Sei es auf der Bühne, hinter der Bühne, in der „Gefängnisküche“, der Essens- und Getränkeausgabe oder den intensiven Vorbereitungen. 

www.theatervondue.de Oder www.tgv-duerrenzimmern.de

Jürgen Conte

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