09/2022

… nichts ist so alt wie die Zeitung (Hörnle News) von gestern

War vor einem Jahr noch alles hoffnungsvoll und voller Zuversicht mit dem Ziel nichts mit dem Abstieg aus der Bezirksliga zu tun haben zu wollen. So wurden wir im Verlauf der Runde 21/22 eines Besseren belehrt. Alle die begabten und jungen Fußballer brachten die vorhandenen PS einfach nicht auf den Boden und mussten letztendlich Lehrgeld bezahlen und die Ansprüche auf die Kreisliga A zurückschrauben. Dass nichtsdestotrotz Potential in der Truppe ist, zeigt die Abschlusstabelle in der Kreisliga B3 mit einem überragenden 3. Tabellenplatz der Zweiten. Und die Vize-Meisterschaft der Reserve (Dritten), die quasi mit dem Abpfiff und dem 1:1 in Pfaffenhofen besiegelt wurde.

Aber man schaut ja zuerst auf das Aushängeschild, sprich die Erste – und die musste, wenn auch knapp ihren sportlichen Wirkungskreis ein Stockwerk tiefer finden. Eigentlich für den TGV kein Beinbruch, würde das sportliche Dasein in der Bezirksliga in den nächsten drei Spielzeiten aufgrund der Verbandsänderungen eh kein Spaß machen.

Also alles so weit gut. Eine junge schlagkräftige Truppe, die im Bezirkshaus teilweise zu gefallen wusste. Mit Marc Kern ein neuer, erfahrener Trainer mit etwas Stallgeruch und eine ansonsten eingespielte Struktur. Das alles mit einer Brise „Neuer-Trainer-Motivation“ und dem Bekenntnis zum Team waren im Mai noch beste Voraussetzungen einen geregelten Generationswechsel fortzuführen.

Doch leider ergab sich für zu viele Spieler aus der ersten Reihe in der Sommerpause gravierende Veränderungen. Beruflich, privat, Studium, sportliche Ziele und ein verändertes, schon länger sich abzeichnendes Freizeitverhalten, sind die Ursache, dass uns in noch nie da gewesenem Umfang auf einen Schlag sechs Spieler verlassen mussten. Dafür dürfen wir mit Fabian einen Neuzugang beim TGV recht herzlich begrüßen und hoffen, dass er sich so richtig wohl bei uns fühlt. Also, aus quantitativer Sicht beim TGV kein größeres Problem, hat man ja schon seit Jahren in der Jugend darauf hingearbeitet, mit eigenen Leuten und ohne bezahlte externe Akteure für unsere Verhältnisse attraktiven Fußball zu bieten. Doch irgendwie hat man die neue Situation in Reihen der Verantwortlichen unterschätzt. Ganz nach dem Motto: „Dann nutzen halt die anderen mit Anspruch ihre Chance“ wird uns nach mittlerweile vier Spieltagen in der Kreisliga A aufgezeigt, dass diese Einschätzung völlig daneben liegt. Vier Spiele, nur ein Punkt. 2,5 Halbzeiten ansprechende Leistungen und sich nicht belohnt und 1,5 unterirdische Spielhälften und uns ganz deutlich unsere Grenzen aufzeigen. Ganz nach dem zweiten Motto: „ohne Moos, nix los“ befinden sich begabte TGV.ler bei der fußballtreibenden Konkurrenz und unter dem Hörnle hat man derzeit einfach zu wenige Stürmer. So steht die Erste schon fast ein wenig mit dem Hinterteil am Mauerwerk und ist mit der roten Laterne mit jeder Spielminute mehr und mehr zum Siegen verdammt, möchte man sich 2023 nicht mit dem Abstieg in die unterste Klasse befassen.

Aber nun sind wir froh, dass vor uns noch 26 Spieltage liegen und wir mit Unterstützung unserer beiden Trainer Marc und Pasquale den noch stotternden Motor auf den nächsten Kilometern zum Laufen bringen.

In diesem Sinne
Euer Alex

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