03/2022

… wer Erfolg ernten will, muss auch Einsatz und Verzicht säen.

In einer scheinbar von Pandemie unbelasteten Saison starteten unsere Jungs mit einigen Fehlzündungen. Bedingt durch eine suboptimale Vorbereitung und diversen, bereits erwähnten Störfeuern reichte es zur Winterpause lediglich zu sieben Punkten und dem einen oder anderen Achtungserfolg. Sprich für das große Ziel Klassenerhalt einfach zu wenig. Doch in Dürrenzimmern wird deshalb der Kopf nicht in den Sand gesteckt und so einigte man sich in Spielerkreisen auf einen mehr als 100%igen Einsatz zur Rückrunde um das große Ziel doch noch zu erreichen. Unmöglich – NEIN, denn die Abstände auf die rettenden Tabellenplätze sind noch in Sichtweite und unsere junge Mannschaft entwickelt sich eher noch nach vorne als rückwärts. Also ging es Mitte Januar mit viel Euphorie und Zuversicht in die Vorbereitung.

Nur wenige urlaubsbedingte Einschränkungen gab es zu verbuchen und so konnten die Trainer mehr oder weniger fast aus dem Vollen schöpfen. In den Vorbereitungsspielen konnten durchweg Siege gegen Gegner aus unteren Klassen eingefahren werden.

So ging es Ende Februar im ersten Punktspiel gegen die bis dahin punktlose TSG Heilbronn zur Jagd auf einen Dreier, der eigentlich Pflicht war. Doch zu groß war wohl der Druck und in einer unterirdischen Begegnung beider Protagonisten machte der TGV in einem Spiel, das keinen Sieger verdient hatte, den ersten Fehler und hatte am Ende mit 0:2 das Nachsehen.

Ein herber Rückschlag für die gesteckten Ziele und eigentlich der besiegelte Gang in die A-Klasse, doch ein überraschender Sieg gegen Schluchtern und drei Auswärtspunkte in Lauffen lassen das kleine Pflänzchen Hoffnung unter dem Hörnle wieder keimen. Das Glück scheint uns wieder hold zu sein und jedem ist hoffentlich bewusst, dass man sich Glück auch erarbeiten muss.

Die nächsten Wochen werden dann zeigen inwieweit das Pflänzchen weiter gedeiht. Wie gesagt Einsatz und Verzicht…

Bei unserer zweiten läuft es mehr oder weniger Rund. Zur Winterpause, trotz diverser verschenkter Punkte, ein Tabellenplatz im vorderen Mittelfeld, entspricht so ungefähr den Erwartungen. Was wäre, wenn die Jungs öfters nicht auf das Personalkarussell aufspringen müssten?

Auch hier wurden nach der Winterpause bereits zwei Spiele absolviert. So konnten unsere Jungs gleich im ersten Spiel den Zweitplatzierten besiegen und ließen im zweiten Spiel gegen unsere Nachbarn aus NordheimHausen, also Nordhausen gleich den nächsten Dreier folgen.

So ist plötzlich der aktuell Drittplatzierte SC Oberes Zabergäu mit drei Punkten Abstand in Sichtweite. Nicht dran zu denken, wenn die Zweite in den nächsten Wochen so eine kleine Serie hinlegen würden. Das wäre vielleicht eine Gaudi!

Nicht wirklich einfach hat es in den letzten drei Spielzeiten ein Abteilungsleiter. Zwei abgebrochene Spielzeiten, testen, prüfen, überwachen Impfstatus abfragen etc. um einigermaßen den Trainings- und Spielbetrieb aufrecht zu halten, halten einen ganz schön auf Trab. So trifft es mich umso härter, wenn das beim TGV unbescholtene Ressort der Trainerfrage seit drei Jahren das größte Karussell unter dem Hörnle ist. Nach dem einjährigen Gastspiel von Steffen Rathgeb konnte zur laufenden Runde mit viel Freude, Zuversicht und Harmonie die Rückkehr von unserem Tom gefeiert werden. Die Familie war wieder komplett!

Doch erstens kommt es erneut anders und zweitens als man denkt, denn der Ruf des Arbeitgebers und die Möglichkeit einer großen Karriere fordern Tom zur beruflichen Weiterbildung.

So kommt es wie es kommen muss. Erst gründet Mann eine Familie, vergrößert diese dann recht zeitnah und dann kommt im Beruf der nächste Schritt! Da bleibt verständlicherweise für den Job als Fußballtrainer nicht mehr die Zeit, die man gerne haben möchte und muss sich entscheiden. Das haben wir gemeinsam getan und so wird unser Tom nach nur einem Jahr seinen Posten zum Saisonende wieder freigeben. Aber immerhin hat er nun das Dritte beim TGV voll gemacht.

Glücklicherweise kam es zu dieser Entscheidung zu einem frühen Zeitpunkt und der Trainermarkt war noch relativ ruhig, so dass es recht zeitnah zu ersten Kontakten und Gesprächen kam. Nach dem Motto „Täglich grüßt das Murmeltier“ standen hier selbstverständlich auch Kontakte der letzten beiden Jahre auf dem Programm. Meine Anfrage bei dem seit Jahren mit seiner Familie in Dürrenzimmern lebende Marc Kern fand nach zwei Jahren im dritten Anlauf ein offenes Ohr und traf auf Interesse. Nach zwei Gesprächen zeigten sich gleich gemeinsame Interessen und Ziele auf, so dass wir uns verhältnismäßig schnell auf ein Engagement von Marc beim TGV einigen durften.

So kommt nach dem weinenden Auge mit dem Weggang von Tom sogleich das Lachende mit dem Engagement von Marc, der vor allem in seiner Zeit beim TSV Botenheim hervorragende Reverenzen aufweisen kann. Nach weiteren Stationen in Sulzfeld und zuletzt Cleebronn freuen wir uns ungemein auf unseren neuen Coach!

Nicht weniger freuen dürfen wir uns auf die Verlängerung mit unserem Pasquale, der uns für die Zweite weiterhin zur Verfügung steht und in sein achtes Jahr beim TGV als hauptamtlicher Trainer geht. Die Entwicklung der Zweiten zeigt, dass dies der absolut richtige Weg für beide Seiten ist, findet unser gute Laune Italiener auch immer die richtigen Worte und Reaktionen auf gefrustete Abteilungsleiter wenn’s mal nicht so läuft.

Hoffen Wir nun, dass bis zum 11. Juni 2022, dem letzten Spiel all unsere Ziele und Wünsche erfüllt werden.

In diesem Sinne
Euer Alex

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